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Zeit am See Sailing Team
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Regattabericht ·

Mitten im weißen Meer von Triest: Barcolana 57 auf fremdem Kiel

Tausende weiße Segel bis zum Horizont und ein geliehenes Deck unter den Füßen: Bei der 57. Barcolana im Golf von Triest ersegelte unsere Crew auf einer gecharterten Trinity 21 den zwölften Klassenrang.

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Mannschaftsbild an Land in Triest mit dem Banner des Zeit am See Sailing Teams

Geliehenes Schiff, vertrautes Teamwork

Normalerweise kennen wir jede Schot, jedes Geräusch und jede Kante unserer beiden Libera-Renner Liberté und Mr. Cello Due, die daheim am Attersee liegen. Für den Start in Triest blieb unser eigenes Material jedoch zu Hause. Stattdessen hieß es: Koffer packen, ein Boot chartern und sich in Rekordzeit auf eine Trinity 21 einstellen.

Ein fremdes Schiff auf einer der vollsten Startlinien des Planeten zu steuern, erfordert volles Vertrauen. Unter der souveränen Leitung unseres Steuermanns Tobias Böckl fanden wir jedoch schnell hinein: Gewichtstrimm anpassen, Gennaker-Abläufe durchspielen und die ungewohnten Segeleigenschaften Schotmeter für Schotmeter verinnerlichen.

Nervenkitzel zwischen Tausenden Masten

Goldener Oktober und leichte Winde machten den Golf von Triest zu einem taktischen Schachbrett. Wer bei der Barcolana am Start steht, kämpft nicht nur gegen Winddreher und Flautenlöcher, sondern vor allem um freien Wind im massiven Segelmeer. Jeder Meter auf der Startkreuz verlangte höchste Wachsamkeit — ein Rudergängerfehler im Gedränge, und das Rennen ist vorbei.

Wir waren an diesem Tag nicht die einzigen Attersee-Vertreter da draußen: Mitten im Pulk trafen wir immer wieder auf unsere Clubkameraden vom Union-Yacht-Club Attersee rund um Laura Noack, die auf ihrer Melges 24 unterwegs waren (Gesamtrang 221). Zwei Boote aus demselben Verein in einem weltweiten Starterfeld — das hat der Regatta für uns noch einmal etwas Eigenes gegeben.

Der Bug des Bootes im Feld der Barcolana, bunte Spinnaker am Horizont

Platz 12 der Klasse

Im Ziel notierten die Listen für uns Gesamtplatz 268 von 1.865 Yachten — doch die Zahl, die für unsere Crew wirklich zählt, ist eine andere: Rang 12 in der eigenen Klasse. In einem Feld dieser Größenordnung zeigt der Klassenrang die sportliche Leistung deutlicher als die Position in der Gesamtliste. Auf einem Boot, das uns nicht gehört, ein solches Resultat gegen eingespielte Eigner-Crews abzuliefern, macht uns stolz.

Wir nehmen jede Menge Erfahrung mit, fantastische Segelbilder im Kopf und die Gewissheit: Dieses Team funktioniert auf jedem Kiel. Unser Dank gilt dem UYCAs für den steten Rückhalt — und der gesamten Mannschaft für den Fokus und diese Seemeilen. Triest, wir sehen uns im nächsten Herbst wieder.

Eine erste Fassung dieses Berichts ist beim UYCAs erschienen.

Das Regattafeld der Barcolana im Gegenlicht, Boote bis zum Horizont
Die Startlinie der Barcolana als lange Linie aus Segeln am Horizont
Sonnenaufgang über dem Golf von Triest am Morgen der Barcolana