Regattabericht ·
Nachtwache, Windpoker und ein neuer Rekord: Unser Doppelschlag bei der Long Distance Challenge
Ein gebrochener Streckenrekord und zwei Plätze unter den ersten fünf von 181 Booten – zwischen Flaute in der Nacht und 25 Knoten am Abend, auf der Liberté und der Mr. Cello Due.
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© C. SchmidleitnerVom Kanonenschuss in die Flaute – und zum Rekord
Die 12- und die 24-Stunden-Regatta am 18. Juli brachten 170 Seglerinnen und Segler auf 48 Booten an den Start. Um acht Uhr früh ertönte vor dem Union-Yacht-Club Attersee das Startsignal aus der alten Kanone, und mit den Booten setzte auch der Wind ein. Lange hielt er nicht: Kurz nach dem Start war er verschwunden, danach wechselten die Bedingungen innerhalb von Sekunden zwischen 15 Knoten und völliger Flaute, und die Windrichtung drehte laufend.
Florian Gföllner und die Liberté holten aus diesen zwölf Stunden 65,62 Seemeilen, etwa 122 Kilometer – ein neuer Streckenrekord für die 12-Stunden-Regatta. Nach berechneten Meilen war das Platz drei, hinter Dietmar Gfreiner und Hans Spitzauer auf einer Lago 26 SE und Matthias Poell mit seiner Crew auf einer 22-m²-Rennjolle.
98 Meilen Nachtschicht auf der Mr. Cello Due
Die Mr. Cello Due mit Tobias Böckl segelte die vollen 24 Stunden. Die zweite Hälfte begann am Abend überraschend mit 25 Knoten – an Bord hieß das: Gennaker bergen. In der Nacht ließ der Wind dann zu weit nach, zeitweise war die Strömung des Sees stärker als der Wind und schob die Boote wieder zurück.
Trotzdem legte die Mr. Cello Due mit 98,1 Seemeilen die größte Strecke aller Boote der 24 Stunden zurück. Nach berechneten Meilen ergab das Platz fünf; gewonnen haben Markus Staudinger, Michael Staudinger und Markus Gebetsberger auf einer Internationalen 806. Die 12 und die 24 Stunden sind eine Fahrt; in der Wertung nach zwölf Stunden, die in die Jahreswertung zählt, stand die Mr. Cello Due auf Platz 13.
© C. JonssonPlätze drei und fünf – und als Nächstes Punat
Zum Abschluss der Serie kamen am 8. August 139 Boote und rund 450 Seglerinnen und Segler zur 98. Langen Wettfahrt, so viele wie nie zuvor. Statt der üblichen Flaute wartete an der Boje in Burgau Wind aus dem Weißenbachtal, zurück ging es mit Rosenwind über Kammer, und zum ersten Mal seit längerer Zeit kamen alle Boote vor dem Zeitlimit um 17 Uhr ins Ziel. In der Wertung dieser Wettfahrt wurde die Liberté 18., die Mr. Cello Due 23.
In der Jahreswertung, die Thomas Tschepen mit der Libera A „Clandesteam“ gewann, standen damit beide Teamboote unter den ersten fünf von 181: die Liberté mit Florian Gföllner auf Platz drei mit 866,5 Punkten, die Mr. Cello Due mit Tobias Böckl auf Platz fünf mit 853,2. So weit oben standen zwei Teamboote in unserer Ergebnisliste noch nie. Ein großes Dankeschön geht an unsere Partner, Sponsoren und die Landcrew, die uns Tag und Nacht den Rücken freihält.
Als Nächstes wartet das Salzwasser: Ab dem 3. Oktober greifen wir bei der Österreichischen Hochsee-Staatsmeisterschaft in Punat, Kroatien, an. Wir sind bereit.
Die Zahlen dieses Berichts stammen aus den Berichten des OÖSV und der Yachtrevue sowie aus der Endwertung der Serie.





