Regattabericht ·
Palermo–Montecarlo: Platz 4 beim Offshore-Ritt auf der VO65
Von den Binnensee-Liberas auf eine 20-Meter-Yacht aus Karbon: 867 Kilometer nonstop, und am Ende Platz 4 im Feld von 48 Booten.
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Vom Attersee auf ein Hochsee-Geschoss
Bei der Langstreckenregatta Palermo–Montecarlo ging unser Team gemeinsam mit Austrian Ocean Racing an den Start. Normalerweise endet für uns ein Renntag am See am späten Nachmittag. Auf einer VO65 wie der „Sisi“ gelten andere Regeln: 20 Meter Rumpf, ein 28-Meter-Mast und Segelflächen, die enorme Kräfte entwickeln. Hier läuft das Rennen rund um die Uhr weiter — auch nachts, bei Seegang und wenn die Müdigkeit spürbar wird.
Durch zwei intensive Trainingstage vor Ort in Palermo konnten wir uns auf die Dimensionen und die Grinder-Abläufe des Maxi-Racers einstellen.
68 Stunden am Limit
Der Startschuss fiel am 20. August um zwölf Uhr mittags vor dem Circolo Vela Sicilia bei knackigem Mistral. Mit Windspitzen bis zu 35 Knoten und entsprechend aufgebauter Welle ging es direkt mit maximalem Druck auf die Strecke. Auf offener See ist starker Wind kein Hindernis, sondern bringt Meilen — genau das richtige Wetter für eine Rennyacht dieser Klasse.
Über die Distanz von 867 Kilometern forderten uns taktische Entscheidungen, Wachwechsel und der ständige Segeltrimm heraus. Nach genau 2 Tagen, 20 Stunden, 11 Minuten und 56 Sekunden passierten wir am 23. August um 8:11 Uhr morgens die Ziellinie vor dem Yacht Club de Monaco.

Starkes Gesamtergebnis
Rang 4 in einem Feld von 48 internationalen Teams zeigt, dass unsere Crew auch auf der großen Offshore-Bühne mithalten kann. Die gesammelten Seemeilen und das Zusammenspiel unter Hochseebedingungen sind die Basis für die nächsten Einsätze — allen voran die Hochsee-Staatsmeisterschaft in Kroatien.
Ein großes Dankeschön geht an Austrian Ocean Racing für die Chance und das Vertrauen, als Gastcrew auf diesem Ausnahmeschiff an Bord sein zu dürfen.
Eine erste Fassung dieses Berichts ist beim UYCAs erschienen.



